Meine Erfahrungen mit AOL 6 ... 7

Nachdem ich Anfang 2002 einen ISDN- Anschluß und einen EUMEX- Verteiler installiert hatte, kaufte ich ein gebrauchtes Notebook (Compaq, eine angesehene Marke), um damit ins Internet zu gehen. Zunächst versuchte ich das mit T-Online 3, was bei EUMEX auf der Installations-CD dabei war. Um den Zugang freizuschalten, wurde aber eine Identifikations-Nummer verlangt, die ich in den mitgelieferten Unterlagen nirgends finden konnte. Auf der Hotline wurde ich von einer freundlichen Frauenstimme an eine andere Hotline verwiesen, von dort auf eine dritte, wo ich erfuhr, daß dies extra bestellt werden müsse.

Da nun aber T-Online 4 kam, löschte ich zunächst die Version 3, was wohl ein Fehler war. Beim Installieren der neuen Version wurden einige Fragen gestellt, die ich vielleicht falsch beantwortete - was kann ich dafür? Danach meldete der Norton Crash-Guard immer wieder System-Abstürze, so daß ich entnervt aufgab.

Als Nächstes versuchte ich es mit 1-2-Move. Hier kam ich bis zur Startseite, auf der aber nichts angezeigt wurde. Kennen Sie einen Satz mit "x"? Wieder nix.

Also überwand ich mein Vorurteil gegenüber AOL und installierte eine der CDs, mit denen ich alle 4 Wochen beglückt wurde. Diese Installation verlief problemlos. Die Werbung mit Boris Becker: "Ich bin ja schon drin!" hat ihre Berechtigung.

Am Wichtigsten war mir die E-Mail-Funktion. Mit Senden und Empfangen kam ich gut zurecht. Da ich die Adressen bei meinen Post-Adressen in einer Excel-Tabelle verwalte, und den Mailverkehr mittels Strg-C, Strg-V in Text-Dateien übertrage, war mir die Art der Mail-Verwaltung bei AOL gleichgültig. Geärgert hat mich aber, daß AOL nur HTML-Mail sendet, kein reines Text-Format. Darüber bekam ich von einigen Freunden böse Bemerkungen.

Nun zeigte aber mein Notebook Macken. Ab und zu überzog weißer Nebel den Bildschirm, nichts ging mehr. Abschalten und neu Starten half für eine Weile, aber das ist keine Lösung. Da ich noch Garantie hatte, brachte ich das Gerät zurück. Nach vierzehn Tagen Dauertest wurde mir aber gesagt, es sei nichts zu finden. Also holte ich es wieder zurück. Aber drei Wochen später trat dieses Phänomen wieder auf, und wurde von Tag zu Tag schlimmer. Also brachte ich das Gerät wieder zurück. Diesmal wurde mir nach ein paar Tagen erklärt, bei Compaq sei das Phänomen bekannt, aber keine Lösung - "die Kunden müssen damit leben". Da ich noch Garantie hatte, mußte ich nicht damit leben, sondern bekam einen anderen Laptop im Tausch; ein Panasonic Toughbook. Toughbook, weil es für den Einsatz auf Baustellen gedacht ist, mit Magnesiumgehäuse und wasserdichter Tastatur. Damit bin ich bis jetzt recht zufrieden, danke der Nachfrage.

Da ich ja alles neu installieren mußte, installierte ich auch T-Online 4, diesmal mit Erfolg. Den Norton Crash Guard hatte ich nicht installiert; er macht sich bloß wichtig, und nützt wenig. Aber die Start-Seite von T-Online ist noch häßlicher als die von AOL, und mit der E-Mail kam ich auch nicht zurecht; also blieb ich bei AOL.

Nun wollte ich auch eine eigene Homepage anlegen. Die 1-2-3-Homepage von AOL ist wirklich leicht und rasch einzurichten. Durch das vorgegebene Format (3 Text-Blöcke mit Überschrift, maximal 3 Links) ist man aber doch eingeschränkt. Die nächste Stufe bei AOL - Easy Level Homepage - ist zeitaufwendig und benutzer-unfreundlich. Am meisten störte mich, daß man nur online arbeiten kann, keine Sicherung hat, und das Ergebnis erst nach dem Abspeichern sieht - und das Abspeichern hakt gelegentlich. Also lernte ich HTML und stellte in der Adventszeit 2002 meine handgestrickte Homepage ins Netz - nach 2 Wochen Streß auf der Suche nach einem geeigneten FTP-Programm.

Nach und nach fing aber AOL an zu haken - vermutlich nachdem ich Zone Alarm Pro als Firewall installiert hatte, so etwas merkt man ja erst einige Zeit später. Es hängte sich ab und zu beim Laden auf, und wenn ich es dann mit Strg-Alt-Entf beendete, war Windows so stark beschädigt, daß sich der Computer nicht mehr mit Start-Beenden abschalten ließ. Nur noch brutales Ziehen der Stromzufuhr half - was er beim nächsten Booten mit beleidigten Bemerkungen kommentiert. Als ich einmal die Registry mit dem Norton Win-Doctor prüfte, meldete er 15 fehlerhafte DirectX/COM Unterschlüssel der Art:

Der Schlüssel "CLSID\{225789FB-CCA8-11D2-A719-0060B0B41584}"
verweist auf eine ungültige Anwendungsbezeichnung,
"{AC44023F-D183-4397-9D02-27D34F120CB2}".
Wählen Sie eine Lösung:
Lösung 1: Ungültigen Registrierungseintrag löschen.
Lösung 2: Norton Registry Editor öffnen, um das Problem durch manuelle Bearbeitung der Registrierung zu lösen.

LOL (Laugh Out Loud)

Mit der Zeit merkte ich, daß jedesmal 15 fehlerhafte DirectX/COM Unterschlüssel gemeldet wurden, nachdem ich AOL gestartet hatte. Ob sie jedesmal gleich lauteten, weiß ich nicht, aber es waren stets 15. Und AOL startete besser, wenn ich das regelmäßig bereinigte, was ich schließlich jeden Abend gleich nach dem Booten tat. So verbrachte ich etwa 10 Minuten vom Einschalten des Computers bis zum Abrufen meiner E-Mails.

Als nun Freecity sein Eco-Surf-Programm anbot, besorgte ich mir eine E-Mail-Adresse bei GMX.de und kündigte AOL. Seither spare ich mir einigen Streß, etwas Zeit, und vermutlich sogar etwas Geld.
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Veröffentlicht 2004-01-01   /   Karl-Heinrich Fischle, Hannover