Wörterbuch Square Dance ...und was ich sonst noch sagen wollte
© Heiner Fischle, Hannover

Stop And Go : Wenn nach der Ausführung jedes Calls eine Pause eintritt, weil entweder der Caller oder die Tänzer die entstandene Formation erkennen müssen. Läßt sich bei → Workshops oft nicht vermeiden.

Substitute : Gehörte früher zum Mainstream Program. Wurde gestrichen, weil es durch Zoom ersetzt werden kann. Zwei Paare stehen hintereinander (Tandem). Das vordere Paar hebt die inneren Hände zum Tor und geht rückwärts, das hintere Paar taucht durch.
In Amerika ist das durchschnittliche Alter der Tänzer höher als in Deutschland; deswegen sind dort Figuren mit Bücken und Strecken weniger beliebt. Allmählich bekomme ich Verständnis dafür.

Sunny Side Out : Formation (meist Kreis) mit dem Rücken zur Mitte und Gesicht nach außen.

Swat the Flea : Box the Gnat mit der linken Hand.

trockenes Durchgehen : Durchgehen eines Ablaufs ohne Musik. Das muß immer wieder sein, damit die Tänzer genügend Zeit zum Mitdenken haben. Wenn aber mehr als ein Drittel der Zeit im Square aus trockenem Durchgehen besteht, dann habt Ihr das Recht zu meutern.
Im → Contra Dance und → Traditional Square Dance ist trockenes Durchgehen als Vorübung üblich.

Versammlung : Wer auf einer Versammlung zum Thema sprechen will, halte sich an folgenden Rat: Stand up - to be seen. Speak up - to be heard. Shut up - to be appreciated. (Stehe auf, um gesehen zu werden. Sprich deutlich, um gehört zu werden. Höre auf, um geschätzt zu werden. Oder kürzer : Steh' auf / Tu 's Maul auf / Hör' bald auf.)

Wahl : Durch Wahlen unterscheidet sich ein Verein von einer Firma. Die Qual der Wahl liegt meist darin, einen willigen Kandidaten zu finden. Stehen mehrere Kandidaten zur Wahl, darf natürlich jeder zwischen ihnen entscheiden. Steht aber nur ein Kandidat zur Wahl, darf dieser nur abgelehnt werden, wenn der Ablehnende selbst bereit ist, das Amt zu übernehmen. Einen willigen Bewerber abzulehnen, sich selbst aber vor der Arbeit und der Verantwortung zu drücken, ist clubschädigendes Verhalten. Lieber soll man auf das alte Sprichwort vertrauen: Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand.

Workshop : Tanz, bei dem ein unbekannter Call geübt wird, oder bei dem ungewohnte Möglichkeiten eines bekannten Calls erprobt werden. Bei vielen Clubabenden ist der zweite oder dritte Tip ein Workshop Tip. Bei den meisten Special Events gehört ein Workshop zum Nachmittags-Programm. Macht in diesem Fall bitte von Anfang an mit. Wer die ersten Tips verpaßt und erst beim dritten oder vierten Tip einsteigt, der kann fürchterlich dumm dastehen und ärgert sich und die Anderen. Ein Mainstream Workshop setzt die Kenntnis des Mainstream Programs in Standard Application voraus; ein Plus Workshop sinngemäß das Plus Program.

Zero : "Nullfolge"; ein Ablauf, an dessen Ende alle Tänzer wieder im selben Verhältnis zueinander stehen.
Footprint Zero : Jeder steht zum Schluß wieder an genau derselben Stelle. Right and Left Thru ... Pass Thru ... California Twirl ist ein Footprint Zero.
Flip Over Zero : Jeder steht zum Schluß genau auf dem Gegenplatz. Grand Right and Left ist ein einfaches Beispiel.
Technical Zero : Jeder hat denselben Corner wie zu Anfang, hat aber seine Rolle als Center oder End gewechselt. Z.B. nach (Lines) Pass Thru ... Bend the Line ... Right and Left Thru hat jeder wieder denselben Corner; wäre der folgende Call aber Star Thru ... Dive Thru, so würden diesmal die Anderen das Tor bilden.


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Veröffentlicht 2003-08-09   /   modifiziert 2004-08-01   /   Heiner Fischle, Hannover